Unser Generalübernehmer war die Domizil Conzept GmbH aus Chemnitz in Sachsen, nachfolgend DZ genannt.
Der Generalübernehmer hatte per 31.07.2007 beim Amtsgericht Chemnitz Insolvenz angemeldet und wir haben nun die Hausfertigstellung ohne diesen zu Ende gebracht. Kognitiv betrachtet würden wir den nächsten Hausbau ohne GÜ, GU oder Bauträger in Angriff nehmen, dafür dann gleich in einen Architekten und natürlich auch Bausachverständigen investieren.
Das Weblog soll helfen, die Erfahrungen beim Bau unseres EFH zu schildern.
Es dient der Orientierung und erhebt keinesfalls einen inhaltlich allgemeingültigen Komplettanspruch.
Diverse Eckpunkte zu unserem Grundstück, dem Haus und der geplanten Ausstattung:
Unser Grundstück misst 820 m² und liegt landschaftlich schön, ziemlich ruhig und etwas abgelegen in einer kleinen Gemeinde mit nicht einmal 70 Einwohnern im Saalekreis. An den jeweiligen Nachbarseiten grenzen direkt ein kleiner Friedhof mit Kirchturm und das Landschaftsschutzgebiet der Saaleaue an. Kurz gesagt, für uns eine Oase der Entspannung. Auf dem Grundstück selbst befinden sich im hinteren Teil eine Gartenlaube nebst Schuppen sowie ausreichend Relaxzone, Beetfläche für den Gemüseanbau und ein wasserführender Brunnen von ca. 6 Metern Tiefe und einer Fördermenge von 1200 Litern ca. aller 2 Tage- ein relativ hoher Grundwasserspiegel kann also auch vorteilhaft sein :-).
Auf dem vorderen Teil der Grundstücksfläche wird unser EFH errichtet.
Wir haben uns für das Haus 'August' in der Comfort-Variante entschieden. Diesem Entschluss ging primär das Angebot einer Sole/Wasser-Wärmepumpe, inkl. einer Sondenbohrung bis zu 100 Metern zu einem sehr günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis voraus.
- kein Keller, aufgrund unserer Grund- und Druckwassersituation durch den Einzugsbereich der Saale, deshalb Höhergründung des EFH auf 1,30 m Bodenpolster
- 36,5 cm Poroton-Außenmauerwerk, kein zusätzliches Wärmedämmverbundsystem notwendig
- massive Innenwände (Poroton) im EG/OG, keine Ständerbauweise
- Erdwärmepumpe Sole/Wasser, 250 Liter Wasserpeicher ohne Pufferspeicher, monovalenter Betrieb, d. h. Wärmepumpe für Fußbodenheizung und Warmwasserbereitung
- Fußbodenheizung im gesamten EG und OG inkl. Raumthermostaten
- kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage mit bis zu 90-prozentiger Wärmerückgewinnung im EG/OG, Ausführung durch Fremdfirma und nicht durch DZ
- einzügiger Isolierschornstein für Anbindung eines Hark-Kaminofens im Wohnzimmer
- zur Modifizierung der standardisierten Bau- und Leistungsbeschreibung, des Bauvertrages sowie Endkontrolle der einzelnen Bauabschnitte ließen wir einen Bauherrenberater vom Bauherrenschutzbund e.V. tätig werden. Auch beim Hausbau sollte gelten: Vertrauen ist gut, fachmännische Kontrolle ist besser! Ein Bauherrenberater gibt natürlich Tipps und Hinweise im Rahmen des DIN-Normen-Dschungels, hat aber bei festgestellten Mängeln am Haus rechtlich keinen unmittelbaren Durchsetzungsanspruch gegenüber dem Auftragnehmer seines Klienten. D.h., die Beseitigung von festgestellten Mängeln oder eventuellen Abweichungen von vertraglichen Vereinbarungen innerhalb der Bauphasen müssen dann letzen Endes beim Auftragnehmer durch die Bauherren selbst angezeigt werden. Der Bausachverständige stützt sich bei seiner Arbeit bedingungslos auf anerkannte Normen und Regeln des Bauhandwerkes. Meine folgenden persönlichen Einschätzungen im Bautagebuch beruhen also nicht auf subjektiver Wertung, sondern primär auf rein objektiver Betrachtung der qualitativen und quantitativen Ausführung der Arbeiten durch die einzelnen Gewerke. Das Ganze unter Zuhilfenahme der Abnahmeprotokolle zur baubegleitenden Qualitätskontrolle durch unseren Bausachverständigen.
Übrigens, wir sind bezüglich diverser Abänderungen in der standardisierten Bau- und Leistungsbeschreibung sowie im Bauvertrages seitens DZ zu unserer vollsten Zufriedenheit behandelt worden. Wir hoffen, dass auch die Praxis diesen Eindruck bei uns hinterlassen wird,[...was mit der späteren Insolvenz eindeutig geklärt wurde].
Tipp1: Beim Vorort-Hausvertrieb des Auftragnehmers und parallel bei der KfW-Bank über Förderungsmöglichkeiten informieren! Unsere Ausstattungsvariante kommt bei fachgerechter Ausführung ziemlich nah an die Anforderungen eines KfW60-Haus, mindestens aber in den Kreditrahmen zur KfW-Förderung einzelner Ausstattungskomponenten, wie bspw. Wärmepumpe oder Be- und Entlüftung. Diese werden dann schon mit einem weitaus günstigeren Zinssatz belohnt, bspw. (KfW-Fond 'Ökologisch Bauen'). Hinweis: Gilt für den Zeitraum Mitte 2006, die Zinssätze am Markt variieren natürlich.
Tipp2: Online-Recherche nach einem Kreditdienstleister, welcher die tagesaktuellen und günstigen Zinskonditionen eines Kreditgebers vermittelt, lohnt sich wirklich ;-).
Ich wünsche künftiger Bauherrenschaft an dieser Stelle schon einmal alles Gute und ein gutes Gelingen bei der Hausplanung und deren Umsetzung :-).
25.07.2006 Baugrundgutachten
Heute sondierte ein geotechnisches Ingenieurbüro das zum Verkauf ausstehende Grundstück auf die Bodenbeschaffenheit, genau an zwei diagonalen Hauseckpunkten auf ca. 4,50 Meter Tiefe.
Das Ergebnis bekamen wir dann binnen 3 Wochen in dreifacher Ausfertigung mitgeteilt. Da wir im Einzugsgebiet der Saale liegen, empfahl man uns aufgrund des im Frühjahr möglichen erhöhten Grundwasserspiegels und des Druckwassers eine entsprechend höher gelegte Gründung. Ein Keller war von Anfang an unsererseits nicht geplant, hätte dieser Wunsch dennoch bestanden, wäre er ohne erhebliche Mehrkosten ('weiße Wanne') nicht zu realisieren gewesen.

01.08.2006 Grundstückskauf mit Auflassung beim Notar
Meine Frau und ich, die Grundstücksveräußerer und der Notar wickelten das juristische Procedere ab, dabei ging auch das Geld für unser Grundstück über den Tisch, der erste Schritt war getan :-).
03.08.2006 Abschluss des Bauvertrages beim Vermittler von DZ
Tipp: Entsprechende Rücktrittsklausel im Vertrag so modifizieren lassen, dass bei Rücktritt vom Vertrag die erste Rate von x Prozent vom Auftragnehmer nicht einbehalten wird. Uns begegnete man dazu kulant. Auch bei im Nachhinein eventueller Nichtgewährung des benötigten Kreditrahmens, sollten der Bauherrenschaft keinerlei Kosten gegenüber dem Auftragnehmer entstehen.
05.10.2006 Vermessung unseres Grundstücks sowie Grenzsteinsuche
Zwei Vermesser eines von uns beauftragten Vermessungsbüros arbeiteten zwei Tage unermüdlich an der Suche nach Grenzsteinen und maßen das komplette Grundstück ein. Das Ergebnis war ein Lageplan, den wir wenig später als Anhang per E-Mail erhielten und an das für uns zuständige Architektenbüro weiterleiteten. Ich persönlich mag diese unkomplizierte Art der Informationsübermittlung.
14.10.2006 Bemusterung der Hausausstattung bei DZ in Chemnitz
Für uns waren das zeitlich wenige Stunden, Chemnitz ist nicht weit entfernt. Da ich mich im Vorfeld schon ausgiebig in diversen Foren und anderen Bautagebüchern 'sachkundig' gemacht hatte, wusste ich, was uns ungefähr erwarten würde. Nur so viel: wer glaubt, dass er Villeroy & Boch oder ähnlich renommierte Marken ohne Mehrpreis bekommt, der muss leider enttäuscht werden, man sollte deshalb die Bau- und Leistungsbeschreibung GENAU lesen ;-). Wir waren in reichlich 2 Stunden mit dem 'Aussuchen' fertig, erhielten dazu anschließend unsere Vertragsergänzung und fuhren wieder heimwärts. Hier etwas zum Gesehenen zu verlieren, halte ich persönlich für nicht angebracht, denn jeder hat seinen individuellen Geschmack. Im Nachhinein bleibt festzuhalten, dass sich durch die Insolvenz des Generalübernehmers an der Ausstattung des ursprünglich geplanten Interieurs einiges geändert hatte.





16.01.2007 Einreichung des Bauvorhabens beim zuständigen Bauordnungsamt
Nachdem wir nun mehrere Wochen noch das ein oder andere zur individuellen Gestaltung unseres Hauses im Wechselspiel mit dem Architektenbüro und unserer Baubetreuung von DZ in Einklang gebracht hatten, bekamen wir Mitte Januar 2007 von DZ mehrere Baumappen zugesandt, die wir beim Bauordnungsamt einreichten. Eine davon ging sofort unterzeichnet an DZ zurück.
21.02.2007 Erteilung Baugenehmigung durch das Bauordnungsamt
Hurra, es hatte gar nicht so lange gedauert, für ein normal bearbeitetes Bauverfahren sind doch 5 Wochen echt super. Beim beschleunigten Bauverfahren geht es noch schneller, habe ich zumindestens gelesen;-).
21.03.2007 Kampfmittelbeseitigungsdienst
Heute war ein Mitarbeiter des Technischen Polizeiamtes Magdeburg zwecks Suche nach Bömbchen, Blindgängern und sonstigen Kampfmitteln des II.Weltkrieges auf unserem Grundstück. Laut Katasterauszug ist unser Bauland als gefährdet eingestuft. Es wurde mehrmals mit 2 Detektoren das Grundstück abgeschritten und zum Glück nichts gefunden. Angemerkt sei hierbei, das solch ein Einsatz keinesfalls kostenfrei ist, hängt halt vom jeweiligen Bundesland ab. Bauherren in Sachsen-Anhalt kommen glücklicherweise (noch) in den Genuss der direkten Kostenfreiheit für diese Notwendigkeit zur Baufreigabe, die aber letztendlich dann doch vom Steuerzahler finanziert wird. Deshalb beim Bauamt informieren, ob das Bauland als gefährdet eingestuft ist.
22.03.2007 Bauanlaufgespräch
Hierbei wurden grundlegende und spezielle Dinge zwischen der Bauherrenschaft sowie Bauüberwachung von DZ und Rohbauer abgeklärt, wie bspw. Baustrom, Bauwasser etc.
26.03.2007 Aufbau Schnurgerüst, Vor-Ort-Besichtigung durch den Rohbauer, Errichtung einer provisorischen Baustraße
Kurz vor 8 Uhr und als erstes vor Ort das zweiköpfige Team des Vermessungsbüros, welches wir ja schon kannten. In knapp 90 Minuten war deren Arbeit, nämlich der Aufbau des Schnurgerüstes, beendet. Nun kamen der Chef des Rohbauunternehmens nebst Polier zwecks Besichtigung und diverser Höheneinmessungen auf die Baustelle. Am nächsten Tag sollte der Bagger die Gründung ausheben. Damit dieser und später andere Baufahrzeuge agieren konnten (unser direkter Straßenzugang war zu schmal), mussten wir eine Baustraße errichten lassen. Das passierte binnen 3 Stunden, 15 Meter lang, 4 Meter breit, 40 cm tief, ins Grundstück quasi wie eine Landebahn reingeschneist, dazu 30 Tonnen Recyclingschotter eingebracht und verdichtet, die Ansehnlichkeit des vorderen Teil unseres Grundstücks war damit endgültig dahin :-(.



27.03.2007 Aushub Gründungssohle, Erstellung des Bodenpolsters
Baggerfahrer und ein Maurer rücken an, der Bodenaushub beginnt. Parallel dazu wird permanent die Tiefe der Gründungssohle kontrolliert. Bei 70 cm Tiefe wird anschließend die Sohle mit dem Plattenrüttler verfestigt. Ein Geotextil sowie mehrere verdichtete Schichten Betonrecycling werden aufgebracht.
Die Schalungssteine werden geliefert, insgesamt 13 Paletten.



28.03.2007
Ein Geogitter wird eingebracht, ein Betonmischer liefert den Beton für die unterste Reihe Schalungssteine, 6 Reihen davon werden nun ringsum auf 1,50 Höhe gemauert, daneben werden in jeder Lage Moniereisen eingebracht.




29.03.2007
Es werden noch 2 Maurer zur Unterstützung abgestellt, insgesamt arbeiten nun 4 Arbeiter auf der Baustelle, ab und an kommt derer Chef vorbei und bringt das benötigte Material und Equipment.
Betonmischer und Betonpumpe rücken gleichzeitig an. Die Schalungssteine, welche ja innen hohl sind, werden nun aufgefüllt. 9 m³ Flüssigbeton werden über die obere Steinreihe nach unten sickern und am Stehkragen geglättet, alles muss nun erst einmal trocknen.

30.03.2007
Zig Lieferungen des Betonrecyclings per Kipper und der Plattenrüttler wechseln sich ab, ebenso werden die diversen Versorgungsleitungen und Schutzrohre für Wasser, Abwasser, Strom, Telefon, Zuluft für Kaminofen eingebracht (KG-Rohre) und mit einem Sandbett umgeben. Auch bekommen wir heute den Baustromkasten gestellt. Nachmittags ist das Bodenpolster fast fertig. Der Beton in der Schalung trocknet jetzt erst einmal über das Wochenende aus.
02.04.2007
Die letzten Kipperladungen Betonrecycling werden eingebracht und verfestigt. Mit dem sog. leichten Fallgewichtsgerät wird das Bodenpolster an den äußeren Eckpunkten und mittig auf Tragfähigkeit und Verdichtungsqualität vom Chef des Rohbauunternehmens persönlich überprüft. Die Werte der Verdichtung und somit die erforderliche Tragfähigkeit des späteren Hauses sind überdurchschnittlich gut, wir sind zufrieden.
Die obere Schicht des Bodenpolsters bildet abschließend eine ca. 15cm dicke Sauberkeitsschicht aus einem Betongemisch und Kiessand. Diese wird anschließend mit einem weitaus kleinerem Plattenrüttler verdichtet. Das Bodenpolster ist jetzt fertig.
03.04.2007 Abnahme der Bewehrung für Bodenplatte durch Bauherrenberater
Die Porotonsteine von Wienerberger werden angeliefert. Das Baustellenklosett und Abfalltonne werden ebenfalls aufgestellt.
Die Schalung für die ca. 25cm starke Bodenplatte wird rings um die Oberkante des Bodenpolsters angebracht und gestützt, Abstandshalter und entsprechende Bewehrungsmatten werden ausgelegt. Die Inspektion des Bodenpolsters und der Bewehrung für die Bodenplatte durch unseren privat engagierten Bauherrenberater ergab keine Mängel. Das Rohbauer-Team hat rasch und ordentlich gearbeitet, wir sind zufrieden. Nun rücken erneut Betonpumpe und Betonmischer an und die Bodenplatte wird gegossen und geglättet.
04.04.2007 Beginn des Rohbaus im Erdgeschoss
Spätestens jetzt erkennt man, das es ein Haus werden wird;-). Verklebt als Außenmauerwerk werden Poroton-Hochlochziegel mit einer Stärke von 36,5 cm.
Tipp: Achten Sie auf das ordnungsgemäße Verlegen der Bitumendachbahn im Mörtelbett (DIN 52128) zwischen Bodenplatte und anstehenden Außenwänden. Achten Sie auch auf die Einhaltung des Überbindemaßes von mind. 0,4*Ziegelhöhe, d.h. bei einem 250mm-Stein sollten mind. 10 mm Überbindung des Steines zur jeweiligen Fuge der unteren Steinreihe eingehalten werden.
Auch dürfen die Ecken von bspw. Fensteröffnungen nicht direkt über einer Stoßfuge beginnen, einfacher erklärt: die Steine der einzelnen Mauerreihen müssen quasi immer zur unteren Reihe versetzt sein, auch gerade bspw. an Fensteröffnungen. Das hat wohl etwas mit der vorher berechneten und einzuhaltenden Statik und Tragwerksplanung des Gebäudes zu tun.
05.04.2007
Die Porotonsäge wird geliefert, der Rohbau im Erdgeschoss lässt jetzt die Maueransätze der Zwischenwände erkennen, außerdem sind alle Aussparungen für die späteren Fenster im EG zu erkennen. Unser Erdgeschoss liegt durch das 1,50 Meter hohe Bodenpolster beinahe schon auf der DG-Höhe:-). Ansonsten habe ich den Eindruck, dass sich das Rohbauer-Team weiterhin Mühe gibt und rasch arbeitet. Auch was die allgemeine Ordnung auf der Baustelle anbelangt, kann man nicht meckern, so unser Eindruck.
10.04.2007
Nach den Osterfeiertagen und den vielen Eiern geht es mit frischer Kraft weiter:-).
Die Außenwände werden bis Geschosshöhe EG hochgezogen, der gedämmte Türsturz hauseingangseitig wird eingebaut. Wir erfahren, dass nächste Woche die EG-Decke geliefert wird.
11.04.2007
Die Innenwände im EG werden hochgezogen, die Räumlichkeiten heben sich jetzt voneinander ab, man bekommt ein Gefühl der Raumaufteilung. Die Türstürze für Wohnzimmer und Küche werden eingesetzt. Wir erfahren, dass nächste Woche eingerüstet wird und die EG-Decke eingebaut wird.
12.04.2007
Das EG wird besenrein gesäubert. Auf die Schalung wird von außen eine Bitumen- Dickbeschichtung aufgetragen und in diese werden anschließend, ähnlich wie beim Tapezieren, zig Bahnen Glasfaser-Verstärkungseinlagen eingebettet, welche dann anschließend nochmals dünn mit Bitumen gespachtelt werden. Es werden Drainagelemente und Perimeterdämmung für die Schalung geliefert.
13.04.2007
Die Perimeterdämmung wurde ringsherum an der Frostschürze sauber angebracht.
17.04.2007
Das Baugerüst, welches zur Errichtung des OG notwendig ist, wird aufgebaut.
18.04.2007
Für den Einbau der Filigrandecke werden die Vorarbeiten erledigt. Rundum werden Außendämmung der Decke und Mauersperrbahn angebracht. Die Deckenstützen werden aufgestellt.
19.04.2007
Unser Bauüberwacher von DZ teilt uns mit, dass Ende nächster Woche, am 27.04.07, der Dachstuhl gezimmert wird.
20.04.2007
Die Filigrandecke für das Erdgeschoss wird von der Fa. Röckelein KG aus dem neuen Baustoffwerk in Osterfeld geliefert und von der Fa. Alfred Klug GmbH & Co. KG aus Leuna mit dem Baukran eingebaut. Anschließend wird die obere Bewehrung auf die Filigrandecke aufgebracht. Parallel erfahren wir telefonisch von unserer DZ-Baubetreuerin, dass die Heizlastberechnung zur genauen Wärmebedarfsermittlung für unser Haus in Auftrag gegeben worden ist. Gegen 13:30 Uhr kam dann unser Bausachverständiger zur Zwischenabnahme des Rohbaus im EG und der Bewehrung der Decke. Ergebnis: keine Mängel. Der Rohbauer und sein Team haben gute Arbeit geleistet. Betonmischer und Betonpumpe treffen ein und die obere Bewehrung der Filigrandecke wird mit Ortbeton ausgegossen.
23.-26.04.2007
Das Poroton-Mauerwerk für das OG sowie das Wienerberger-Kaminsystem werden geliefert und auf die EG-Decke verfrachtet. Es wird begonnen, das OG zu mauern, dafür müssen die Steine der untersten Reihe wieder exakt mit der Porotonsäge gesägt werden, damit am Ende die Geschosshöhe stimmt. Auf dem Bild darunter (Treppenauge) erkennt man ganz gut die Filigrandecke (weiß) und die ausbetonierte Bewehrung darüber(grau).
Weiter werden der Ringbalken gesetzt und die Giebel ausgemauert. Es sind jetzt die Fensteröffnungen des OG erkennbar. Nun wird damit begonnen die Innenwände hochzuziehen. Der Rohbau ist jetzt so weit fertig, so dass morgen die Zimmerleute den Dachstuhl errichten können.
27.04.2007 Richten des Dachstuhls
Der Dachstuhl (Pfetten, Sparren, Kehlbalken) wird angeliefert und per Baukran hochgehievt. Die Mitarbeiter der Zimmerei beginnen den Dachstuhl zu erstellen.
30.04.2007
Die Rohbauer mauern die Dreiecksgiebel aus, ziehen die Zwischenwände im OG höher und beginnen den Kamineinzug im Wohnzimmer zu setzen.
02.05.2007
Der Kamineinzug wird weiter bis OG gemauert. Alle Sparren und Pfetten werden seitlich und oberhalb luftumspült ummauert, Mauerwerksfeuchte kann somit aufgrund des kleinen Luftspalts nicht ans Holz abgegeben werden. Falls sich jetzt die Frage stellen sollte, was der Putzer denn später machen wird: Er wird alle Pfetten- und Sparrenköpfe entsprechend isolieren und damit keine Mörtelfuge direkt an das Holz anschließen lassen. Es geht dabei um einige Millimeter Luftisolation, also keine große Fuge.
03.05.2007
Die Mitarbeiter der Zimmerei spannen und nageln die Windrispenbänder innerhalb der Sparrenebene an, anschließend zimmern sie die Dachüberstände, reichlich 75cm traufseitig sowie 30cm giebelseitig. Der einzügige Schornstein aus Leichtbeton erhält die nötige Aussparung im oberen Sparrengebälk des Dachstuhls, Abdeckplatte und Abströmrohr werden installiert.
Die Rohbauer erledigen Feinarbeiten.
04.05.2007 Richtfest
Die Maurer setzen die Türstürze im OG und mauern die Innenwände fertig.
Die Fugen der Filigrandecke werden gespachtelt. Die Rohbauer leisteten insgesamt gute Arbeit und an dieser Stelle jenen auch herzlichen Dank für die kooperative Zusammenarbeit mit unserem Bausachverständigen.
Eine Bautür hätte uns allerdings gefreut, wäre aber logistisch nicht möglich, so unser DZ-Bauüberwacher.
Der Dachstuhl wird fertiggestellt, dies sollte man zumindestens glauben.
Unser Bausachverständiger kommt zur Durchsicht, der Bericht zur baubegleitenden Qualitätskontrolle ist ernüchternd, die Mitarbeiter der Zimmerei werden noch nacharbeiten müssen. Vorerst so viel:
Zum wiederholten Mal ist vom Tragwerksplaner der Dachstuhl in diversen Punkten bezüglich ausgeführter Arbeiten nachzuweisen. Grund: Die Mitarbeiter der Zimmerei aus Glauchau bauen den Dachstuhl nicht nach der vorgegebenen Statik des von DZ beauftragten Ing.-Büros Egerland aus Hainichen, zuständig für Statik und Tragwerksplanung, ein. Durch diese sonderbare bis eigenmächtige Vorgehensweise der Zimmerei entsteht Bauverzögerung, da es der wiederholten Nachberechnung des Dachstuhles bedarf. Zieht man die ursprünglich berechnete Statik heran, fehlen lt. Sachverständigengutachten bspw. ein Dübel und eine Schraube M12 im Bereich Mittelpfette Windrispenanschluss, Beiholz in der Firstpfette sowie das BMF-Spanngerät 60 im Windrispenband. WOZU BERECHNET EIN TRAGWERKSPLANER DIE STATIK UND TRAGWERKSPLANUNG ZUM BAUVORHABEN, WENN SICH DER ZIMMERER NICHT DARAN HÄLT? UND WO BITTESCHÖN LIEGT DIE ÖKONOMISCHE SINNHAFTIGKEIT BEGRÜNDET, WENN MAN DEN DACHSTUHL MEHRFACH NACHRECHNEN MUSS, WEIL DIE ZIMMERLEUTE OFFENBAR MACHEN WAS SIE FÜR RICHTIG HALTEN? Zum besseren Verständnis unserer persönlichen Irritation: wir wurden in keinster Weise seitens des Zimmerers oder des Bauüberwachers von DZ auf eine vorgesehene Änderung der Statik hingewiesen. Ergo: hätte unser Bausachverständiger den Dachstuhl nicht inspiziert, wäre die Absegnung der Statik schriftlich nicht fixiert, so wie sie real ausgeführt worden ist. Das ist happig!
Ansonsten, die Braas-Dachbetonsteine werden angeliefert, ich leiste für den Erhalt eine Unterschrift, weil niemand seitens Bauüberwachung von DZ zugegen ist. Außerdem wurde die falsche Konter- und Dachlattung geliefert, auf dem Lieferschein ist vermerkt: Latten entsprechen nicht dem Dachdeckerhandwerk und der entsprechenden DIN für Dachlattung. Da frage ich mich doch: wer bestellt so etwas?
Wir ließen uns dennoch nicht die Laune verderben, ab 14 Uhr war Richtfest.
08.05.2007
Die korrekte Dachlattung wird geliefert. Auf die dampfdiffusionsoffene Unterspannbahn latten die Dachdecker die Konter- und Dachlattung auf.
Hinweis zum folgenden Bild: Die im unteren rechten Bereich erkennbare Anhäufung von Dachlatten sind nur zeitweilig abgelegte Rester der Lattung, haben also mit der Dachlattung nichts zu tun :-).
09.05.2007
Im gesamten EG wird auf die Bodenplatte ein Voranstrich aus Bitumendickbeschichtung als Isolierschicht gegen Feuchtigkeit aufgebracht.
10.05.2007
Vom Zimmerer erhalten wir die vom Statiker/Tragwerksplaner bestätigte Nachweisführung der bis dato noch nachzuweisenden Dachstuhlarbeiten. Nichtsdestotrotz stellt sich heraus, dass selbst in der ursprünglichen Statik ein Fehler enthalten ist, schlicht und einfach eine technische Zeichnung dargestellt ist, welche real so nicht ausführbar wäre. Unser BL hat davon Kenntnis und wird den Statiker/Tragwerksplaner darauf hinweisen.
11.05.2007
Auf der falschen Seite montierte Verbindungen zwischen Sparren und Fußpfette werden von 2 Mitarbeitern der Zimmerei noch seitlich getauscht, mindestens ein Mitarbeiter der Truppe war meiner Meinung nach nicht 'bei der Sache', anders sah es auch unser BSV nicht. Auch im First Pfettenbereich werden noch fehlende Verbindungen angebracht. Mittlerweile ist der Dachstuhl endgültig fertiggestellt, wir haben alle Unterlagen der ausgeführten Arbeiten zur Statik erhalten und sind froh, dieses Gewerk nebst Firma hinter uns zu wissen.
Der Spengler montiert Traufbleche, Dachrinnen und Schneefanggitter, die Dachdecker decken fast das komplette Dach fertig, bauen das Dachausstiegsfenster und Trittroste für den Kaminkehrer ein, isolieren und verkleiden den Schornstein und montieren dachseitig 2 Entlüftungsstutzen für das Ab- bzw. Schmutzwasser. Windsogsicherung und die Belüftung des Daches werden von den Handwerkern ausgeführt.
16.05.2007
Die Dachdecker erledigen Restarbeiten. Wir erfahren die Termine für den Fenstereinbau, Elektroinstallateur, Putzer sowie Klempner.
21./22.05.2007
Die Rohbauer bringen Bitumenschweißbahn (V 60 S4) auf der Bodenplatte im gesamten EG auf, der Bitumen-Voranstrich vom 09.05. ist mittlerweile abgetrocknet.
23.05.2007
Die Fenster und die Hauseingangstür aus Kunststoff (Dekor 'Golden Oak', dreifach-verglast), Innenfensterbänke, Außenfensterbänke aus Granit sowie Rollladen-Kästen (Kunststoffpanzer) werden geliefert und begonnen einzubauen. Unser Bausachverständiger ist vor Ort und klärt mit dem Vorarbeiter die entsprechenden Details zum Einbau ab.
Die U-Werte für Fensterglas und Rahmen sind im Lieferschein schriftlich fixiert und in Ordnung, ebenso die verwendeten Dichtungsmaterialien und der verwendete PU-Schaum.
Der Termin mit dem Lüftungsbauer steht an, der Ablauf der Installation der kontrollierten Be- und Entlüftungsanlage wird durchgesprochen.
24.05.2007
Die Fenstermonteure schließen gegen Mittag komplett ihre Arbeiten ab, der Termin mit dem Elektriker zwecks Durchsprache der Elektroinstallation steht anschließend an, nach reichlich einer Stunde ist auch das erledigt. Hinweis: Die Hauseingangstür wird unterhalb noch im entsprechenden Dekor vervollständigt.
31.05./01.06.2007
Beginn der Elektroinstallationsarbeiten. Nach ersten Einschätzungen durch unseren Bausachverständigen ist hier dringend Nacharbeit geboten. In Kürze mehr, inkl. Bilder.
Darüber hinaus kontrollierte ein für DZ tätiger Bausachverständiger vom TÜV Rheinland die Baustelle und das Bauobjekt. Dem gerade werkelnden Elektriker lieferte er sogleich einen Hinweis zur korrekten Ausführung der begonnenen Arbeiten.
Bei Inaugenscheinnahme der Fenster und Fensterbänke stellte er Nacharbeit fest, der BSV sah das genauso. Ich selbst wurde auf die Notwendigkeit der Bestellung eines geeigneten Sicherheits- und Gesundheitskoordinator, auch SiGe-Koordinator, hingewiesen, dies falle unter Mitwirkungspflicht der Bauherrenschaft. Nun ja, man lernt auch auf einer Baustelle nie aus;-).
14.06.2007
Die Putzerfirma bringt diverse Putzschienen an, Fenster, Haustür und Fensterbänke werden mit Folien abgedeckt. Weiterhin werden 2 Schwenk-Betonsilos auf der Baustraße und die Putzmaschine im Wohnzimmer bereitgestellt.
15.06.2007
Der komplette Innenputz im EG/DG wurde fertiggestellt. Ein Silo mit vormals 3,55 Tonnen Mörtel ist nun leer. Die Vorbereitungen für die Aufbringung des Außenputzes am Montag wurden getroffen.
18./19.06.2007
Zu meiner Verwunderung stellte sich im Vorfeld heraus, dass zwischen unserem Vertrag und der Ausführungsplanung des Putzers keine Übereinstimmung bestand.
Des Rätsels Lösung waren Ungereimtheiten in der BLB, explizit unvollständig beschriebene und überholte Arbeitstechnologien. Aber wir sind ja optimistisch und nach einigem Hin und Her hatten sich die Unstimmigkeiten verflüchtigt und wir waren aufgeklärt. Der Putzer konnte den Putz aufbringen, den er bestellt hatte und alle waren glücklich. Ein arbeitsreiches Ergebnis für die 2 Tage: die Außenfassade wurde mit faserarmierten Unterputz versehen, ebenso der Sockel des Hauses mit wasserabweisendem, mineralischen Zementputz. Die Putzer waren sehr fleißig und machten erst ca. 21:00 Uhr Feierabend, Chapeau! Der getönte Oberputz für die Hausfassade soll dann in ca. 2 Wochen aufgebracht werden.
02.07.2007
Die Außenfassade erhält heute den getönten Oberputz, mineralisch, Kratzstruktur, 3mm. Das Voranschreiten des Innenausbaus lässt bereits seit 3 Wochen auf sich warten, aber der Baubeginn wurde ja vorgezogen, warum dann also eher fertig werden? Momentan fiebern wir der Heizlastberechnung entgegen und hoffen auf eine fachmännisch lösbare Herausforderung.
06.07.2007
Aufbringen des Egalisierungsanstriches und Restarbeiten an der Fassade durch die Putzer. Durch den mineralischen Anstrich im Farbton des Oberputzes werden unschöne Fleckenbildung und Putzausblühungen vermieden.
09.07.2007
Baustellentreffen zwischen BL, Sanitärinstallateur und Lüftungsanlagenmonteur, letzterer ist Eigenleistung. Unser Lüftungsanlagenmonteur, selbst Elektriker, stellte wie auch schon vorweg unser Bausachverständiger fest, dass eine äußerst ungünstige und auch unübliche, wenn auch statthafte Elektroinstallation absolviert worden ist. Das darf er auch feststellen, schließlich muss er im Nachhinein damit klarkommen, seine Lüftungsrohre in den Boden zu bekommen und das nicht irgendwie, sondern fachmännisch. Verschärft ausgedrückt ein Wirrwarr an sich auf dem Boden kreuzenden Kabeln im gesamten Haus. Ich selbst habe so etwas auch noch nicht gesehen. Die Antwort auf die Frage, warum die Elektriker eines Fachbetriebes alle Kabel auf kürzestem Wege quer über den Boden anstelle sinniger Weise an der Wand entlang führen, überlasse ich dem Leser selbst, unser BSV hatte jedenfalls eine Vermutung. Aber ein 'Trost' seitens unseres Bauleiters bleibt: ''Das darf man so machen!''
Nun hätte im Vorfeld das zu erwartende Baugeschehen vielleicht etwas besser koordiniert werden können? Dann hätte man die Gewerke parallel abstimmen, planen und auch ausführen können? Der Einbau unserer Lüftungsanlage ist seit Vertragsbeginn bekannt. Dass 70-er Lüftungsrohre samt einer gewissen Scheitelhöhe auf dem Boden verlegt werden, lag rechtzeitig und schriftlich über unseren Bausachverständigen vor!
Dennoch, als die durch die Kabelwulste verursachten zu hohen Scheitelhöhen offenbart wurden, verwies uns unser Bauleiter lediglich auf Eigenleistung, außerdem läge z. Zt. noch kein konkreter Plan für die Verlegung der Lüftungsrohre vor. Nun Herr Bauleiter, diesen rechtszeitig abzufordern wäre ihre Aufgabe gewesen und nichts anderes! Dann hätte evtl. auch der Elektriker die Kabel günstiger für die nachfolgenden Gewerke verlegen können. Ein Installations- bzw.
Verlegeplan ist im Einfamilienhausbau unüblich, so unser Bauleiter. Werter Herr Bauleiter, diese ihrige Aussage widerspricht den Hinweisen der Baubeschreibung zur Ausführungsplanung! Dort ist eindeutig unter Punk 24.12 ein Installationsplan dem Bauleiter seitens Elekroinstallateur vorzulegen und dieser Plan ist dann vom Bauleiter freizugeben. Wäre das beachtet worden, wäre die Planung auch koordiniert gelaufen, denn der Installationsplan hätte mit Sicherheit seinen Zweck erfüllt, gerade weil neben Wasserleitungen eben auch noch Lüftungsrohre auf den Boden verlegt werden sollen.
Fazit: Eine bauleitermäßige Koordination des Baugeschehens seitens Eigenleistung, hier der Einbau einer Lüftungsanlage, bleibt erst einmal völlig außen vor, sollen sich Elektriker, Sanitärklempner und Lüftungsbauer doch einigen, wer zuletzt kommt, hat die Sintflut, wozu also eine Ausführungsplanung beachten? Da bleibt dann wirklich nur noch Kopfschütteln.
Nun gut, dass nun erneut die Verlegung der Lüftungsrohre geplant werden muss, reiht sich ebenfalls als Zeitverschub an die bisher fast 4-wöchige Suche nach einem geeigneten Sanitärklempner an.
Die ursprünglich vorgesehene Firma ist lt. Aussage Bauleitung vergrault worden, nachdem ich dem Juniorchef unseren modifizierten Vertrag näher dargelegt habe. Näher dargelegt deshalb, weil ich mehrfach bei den GU bzw. Subs erleben musste, dass denen nicht die zusätzlichen Vertragsmodifizierungen bekannt waren, wie wir sie mit der Domizil-Geschäftsleitung vertraglich vereinbart haben. Offenbar las man sich unsere Baubeschreibung nicht ordnungsgemäß durch, denn dort ist es korrekt aufgeführt. Vergrault, werter Herr Bauleiter, wurde damit niemand, nur rechtzeitig im eigenen Interesse aufgeklärt, was ich persönlich durchaus als Mitwirkungspflicht erachte!
Hinweis: Das undefinierbare Gekleckse auf dem Foto wurde übrigens beseitigt, unser Bausachverständiger hatte derartige 'Gewohnheiten' vorher auch noch nicht erlebt. Ebenfalls werden die Biegeradien gemäß Kabelvorschriften vom Elektriker in einer Fachbauleitererklärung noch nachgewiesen, alles auf Veranlassung unseres BSV natürlich.
12.07.2007
Das Baugerüst wird abgebaut.
17.07.2007
Die Putzer bringen am Sockel des Hauses Buntsteinputz auf und beenden damit ihre Arbeiten auf der Baustelle.
24.-27.07.2007
Beginn des Einbaus der kontrollierten Be-und Entlüftungsanlage inkl. Kernbohrungen.
Weiterhin teilt uns die bisher relevante Heizungs- und Sanitärfirma mit, das sie wegen Forderungen gegen die Domizil Conzept GmbH nicht bei uns anfängt zu arbeiten. Wir informieren daraufhin die Geschäftsführung von Domizil, vorerst zeigt man sich ahnungslos und irritiert und noch am selben Tag teilt uns dann der Einkäufer der Domizil Conzept GmbH einen neuen Heizungs- und Sanitärklempner mit, eine Dresdner Firma soll für uns das Gewerk übernehmen.
31.07.2007
Die Geschäftsführung der Domizil Conzept GmbH stellt beim Amtsgericht Chemnitz (Insolvenzgericht) den Insolvenzantrag, ein vorläufiger Insolvenzverwalter wird vom Gericht bestellt.
Als Ursachen der eingetretenen Zahlungsunfähigkeit werden insbesondere die erheblichen Forderungen gegen die Bauherren genannt. Unsere persönliche Meinung dazu ist, dass die Verantwortlichen und Mitverantwortlichen wohl selbst am besten wissen werden, wie es zu diesem Aus des Unternehmens gekommen ist, wir als Bauherrenschaft müssen uns diesen Schuh jedenfalls nicht anziehen, wobei Forderungen gegen andere Bauherren sicherlich als Mitursache für die Insolvenz gewertet werden können, aber doch mitnichten primär ursächlich.
Der vorzeitige Ausstieg und die Neuorientierung eines Domizil-Geschäftsführers, sowie eine am Tag der Insolvenz angekündigte Kündigung eines weiteren GF, lassen da einiges erahnen und dabei soll es unsererseits auch bleiben.
Für uns und für sicher viele andere betroffene Bauherren bedeutet der plötzliche und endgültige Baustopp einen herben Rückschlag und Enttäuschung pur. Trotz des Verlustes von Vorleistungen in fünfstelliger Höhe, haben wir wenigstens die Gewissheit, alle bisherigen Gewerke in ziemlich sauberer Ausführung zu wissen, das verdanken wir den Fähigkeiten unseres privat engagierten Bausachverständigen. Die finanziellen Einbußen hoffen wir natürlich durch Eintragung in die Forderungsliste wiederzubekommen, ansonsten haken wir das Ganze zähneknirschend unter Lehrgeld ab ;-). Jetzt muss und wird es dennoch weitergehen, immerhin fehlen beinahe der gesamte Innenausbau samt Heizungsanlage.
Deshalb holen wir nun privat verschiedene Angebote ein und ziehen auch die Dresdner Firma, welche ursprünglich als Subunternehmen der Domizil Conzept GmbH bei uns das Heizungs- und Sanitätgewerk erbringen sollte, hinzu.
29.08.2007
Nach schriftlicher Aufforderung an die DZ zur Weiterarbeit mit entsprechender Fristsetzung und Kündigungsandrohung unsererseits, teilt uns die Rechtsabteilung der Domizil Conzept GmbH schriftlich und sinngemäß mit, dass eine Baufortführung nicht möglich ist. Es wird uns aber angeboten, unser Haus mit den von der Domizil Conzept GmbH gebundenen Handwerkern zu vollenden. Eine Abtretung der Gewährleistungsforderungen seitens der Domizil Conzept GmbH gegenüber den Handwerkern würde durch unser Einverständnis an uns vollzogen. Das Ganze lediglich unterschrieben von einer Assessorin der Rechtsabteilung, der Insolvenzverwalter bleibt hier offenbar außen vor. Für uns gilt: Wir unterschreiben gar nichts!
Wir erteilen der Dresdner Firma für Heizungs- und Sanitärinstallation den Auftrag, das Heizungs-/Sanitär-Gewerk auszuführen. Das bedeutet: Erbringen der Erdsondenbohrungen, Einbau der ursprünglich geplanten Sole/Wasser-Wärmepumpe sowie Erbringen aller Klempner- und Sanitärarbeiten. Die ehemaligen Modifizierungen für die Ausführungen der Arbeiten der Gewerke haben wir in das neue Angebot der Firma aufnehmen können, es gelten die VOB-Bestimmungen. Selbstverständlich bleibt unser Bausachverständiger weiterhin engagiert. Unser domizilseitiger 'Bauüberwacher' hat sich bisher nicht mehr gemeldet. Lt. seiner Aussage wurde das Handy gesperrt und ein Bürozutritt verwehrt, ob er im Moment noch für das Unternehmen tätig ist, wissen wir nicht. Ein Innendienst-Pöstchen, bspw. bei der Bemusterungsriege einer dieser zahleichen Fertighausanbieter wäre für ihn aber zukünftig wie geschaffen, alles Gute also. An dieser Stelle gilt unser Respekt natürlich Ihren gezeigten Leistungen '-)!
Übrigens: Unsere ehemalige Baubetreuerin ist schon seit Monaten nicht mehr für das Unternehmen tätig. Wie wir vor kurzem erfuhren, hatte sie gekündigt.
19.09.2007
Anlaufgespräch auf der Baustelle mit den Geschäftsführern von Heizung/Sanitär und Bohrfirma. Es werden vorerst Wasser-/Abwasseranschluss, Sanitär-Rohinstallation, Estrichlegung, Trockenbau und Sondenbohrungen terminiert. Die beiden relevanten Bohrstellen für die Sondenbohrungen werden festgelegt und markiert.
08.-12.10.2007
Zwei Dresdener Heizungs- und Sanitärklempner installieren binnen einer Woche die komplette Sanitär-Rohinstallation, dämmen den kompletten Rohfußboden aus und verlegen im gesamten Haus Fußbodenheizung. Uns werden dazu im Vorfeld der Verlegeplan zur Fußbodenheizung und die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ausgehändigt. Der Gesamteindruck unseres Bausachverständigen zu den geleisteten Arbeiten war gut, bis auf Kleinigkeiten gab es lt. Prüfbericht keine Mängel, wir sind sehr zufrieden.
Darüber hinaus haben wir vom Abwasserzweckverband unseren grundstückseitigen Schacht für den Schmutzwasseranschluss gesetzt bekommen.
Das Material für den Trockenbau wird angeliefert und die Trockenbauer beginnen mit ihren Arbeiten.
Es werden ebenfalls noch 15 Tonnen Kiessand für den Estrichleger vor unser Haus gekippt.
15./16.10.2007
Der Estrich wurde binnen 2 Tagen verlegt, es wurden dazu jede Menge Kiessand, Zement und Wasser gemischt. Nach Abschluss der Arbeiten haben wir ein Protokoll für die korrekte Estrichtrocknung ausgehändigt bekommmen. Für alle, die es vielleicht nicht wissen und wo es schneller gehen muss: es gibt auch schnelltrocknenden Estrich, hier verkürzt sich die Trockenzeit. Soweit mir aber bekannt, ist dieser preisintensiver.
24.10.-02.11.2007
Bei unserer Dachkonstruktion ist das Einbringen von Lüfterelementen in die Dachunterspannbahn zwecks ausreichender Hinterlüfung sehr wichtig. Somit ist gewährleistet, dass die Dachunterspannbahn auch diffundieren kann, weil nicht unmittelbar das Dämm-Material darauf aufliegt. Weiterhin werden die Dampfbremsfolie, Anpressprofile, Lattung sowie Gipskartonplatten durch die beiden Trockenbauer angebracht. Anschließend wird verspachtelt, verfugt und geschliffen.
Des Weiteren erhalten wir unseren Hauswasseranschluss, dazu wurde eine 32-er PE-Leitung bis in den HWR geführt und anschließend über die Wasseruhr an das interne Wassernetz angeschlossen.
06.-07.11.2007
Verlegung von rund 8 Metern Schmutzwasserleitung ins Erdreich. Den Graben dafür haben wir ausheben lassen, Verlegung der 125-er KG-Rohre und der Anschluss an den Übergabeschacht, einsanden und anschließendes Verfüllen des Grabens geschah in Eigenleistung.
08.11.2007
Lieferung der Viessmann-Wärmepumpe und deren Aufstellung. Anschließend erfolgt die Anbindung an den Wasser- und Heizungskreislauf durch die Sanitärklempner. Den herzustellenden elektrischen Anschluss, vorerst über ein provisorisches Kraftstromkabel, übernimmt der Elektriker. Ab heute läuft das Estrich-Aufheizprogramm, angefangen wird bei 25 °C, täglich wird um 5 °C erhöht, bis die maximale Vorlauftemperatur erreicht ist. Ab dann wird eine Woche bei konstanter Vorlauftemperatur komplett durchgeheizt, ohne Absenkung. Danach wird wieder rückwärts um jeweils täglich 5 °C abgesenkt. Der Algorithmus sollte unbedingt eingehalten werden und kann bedingt je nach Estrich abweichen. Der Estrichleger gibt den Ablauf genau vor, die Wärmepumpe hat ein Aufheizprogramm schon einprogrammiert, welches bei uns mit den Angaben vom Estrichleger übereinstimmte und übernommen werden konnte.
09.11.2007
Die Baustelle wird für die Erdwärmebohrungen eingerichtet, jede Menge Material wird abgeladen, u. a. Bohrgestänge, Pumpen, Schläuche, Zement-Bentonit-Suspension usw.
12.11.2007
Ein Tieflader bringt einen 7,5 Tonnen schweren Kompressor und das auf Ketten fahrbare Bohrgerät. Spätestens jetzt fragt man sich, wo man den Platz dafür hernehmen soll, wenn man in einer Reihenhaussiedlung ein Häuschen baut und Erdwärme anvisiert, denn i. d. R. hat man dann eingeschränktere Platzverhältnisse für die Aufstellung und Unterbringung der ganzen Gerätschaften während der Bohrphase.
13.11.2007
Die erste Bohrung ist abgeteuft, 70 Meter binnen 6 Stunden, die Männer sind mit der Bodenbeschaffenheit zufrieden, trotz des wirklichen Sxxwetters. Die Sonde wird nun in 70 Meter Tiefe verlegt, eine ziemliche Plagerei! Da wir einen relativ hoch liegenden Grundwasserspiegel haben, wird ca. ab dem fünften Meter abwärts kein zusätzliches Spülwasser benötigt und es kann mit dem natürlichen Grundwasser der Abraum herausbefördert werden. Das macht bei beiden Bohrungen insgesamt schlappe 30.000 Liter Wasser aus, denn so viel wird für das Herausspülen des Abraums benötigt, gekühlt wird der Bohrer übrigens mit Luft. Normal geplant sind laut Heizlastberechnung 2x65 Meter, der Chef des Bohrunternehmens empfiehlt als Sicherheitsreserve je Bohrung 5 Meter mehr, so dass es am Ende 2x70 Meter sind.
14.11.2007
Die zweite Bohrung wurde binnen 4 Stunden abgeteuft, nochmals 70 Meter ohne Komplikationen. Es wird auch die zweite Sonde eingeführt und die Männer beginnen die Gerätschaften abzubauen, morgen ist Abreise. Ein Teil der Baustraße ist nun purpurfarben eingefärbt, ich habe mir sagen lassen, dass Porphyr dafür verantwortlich ist. Zusätzliche Verrohrung für sog. nicht standfeste Gesteinshorizonte, dazu benötigt man das Bohrgestänge mit dem größeren Durchmesser, werden zum Glück jeweils nur für die ersten 9 Meter benötigt, hier ist dann auch ein extra Obolus fällig, der sich aber im Rahmen hält und uns auch bekannt war.
15.11.2007
Die beiden Monteure der Bohrfirma räumen teilweise die Baustelle und rücken ab, aber erst nachdem ein defekter Hydraulikschlauch beschafft und montiert worden ist.
2 andere Monteure erledigen Restarbeiten an der Be- und Entlüftungsanlage, Dämmen der Lüftungsrohre und Lufteinlasskästen im Spitzboden mit Steinwolle, Verlängern der elektrischen Anschlussleitung und Anbringen eines 3-Stufenschalters für die Lüftungsanlage. Demnächst erfolgt noch die Inbetrieb- und Abnahme der Anlage.
Der Verteilerschacht von 1 Meter Durchmesser und 1,10 Meter Tiefe für die Anbindung der Erdwärmesonden wird angeliefert, das Teil wiegt fast 1 Tonne und soll plan zur Geländeoberfläche zwischen die beiden Sondenbohrungen eingebracht werden!
16.11.2007
2 Monteure der Bohrfirma verpressen über ein Injektorrohr die Bohrlöcher mit vor Ort angemischter Zement-Bentonit-Suspension, (Mischer siehe Foto). Anschließend nehmen sie den Rest der Bohrgerätschaft von der Baustelle auch noch mit und fahren wieder heimwärts.
19.11.2007
2 Monteure der Bohrfirma setzen den Schacht für die Anbindung der Erdwärmesonden und bringen dann im Schachtinneren die beiden Verteiler für die jeweils zwei Zu- und Rückläufe der Erdsonden an. Durch den Schacht ist alles prima zugänglich und einzeln abstellbar, falls doch mal etwas gewartet werden muss, wobei das System aber eigentlich komplett wartungsfrei ist. Eine Revision ist dennoch ab und an mal sinnvoll, solch eine Sichtkontrolle kann man ja auch selbst vornehmen.
Per Minibagger wird nun ein Graben bis zur Hauseinführung der Soleleitungen, natürlich alles im frostsicheren Bereich von 1,20 Meter, ausgehoben.
2 Kabelmonteure verlegen im Auftrage unseres Netzbetreibers das Hausanschlusskabel sowie Telefonkabel. Beides ist relativ schnell erledigt, aber ebenfalls mit ziemlicher Baggerarbeit verbunden, zum Glück aber nicht auf unserem Grundstück, denn dort war das Teilstück des Grabens noch vom Verlegen des Hauswasseranschlusses offen.
Anschließend kommt ein Mitarbeiter des Netztbetreibers, er misst die Verlegung des Elektro-Erdkabels per Nivelliergerät ein und protokolliert alles.
Am Nachmittag kommt ein Mitarbeiter der Firma, welche die Innentüren liefern wird und nimmt das Aufmaß selbiger. Parallel wird natürlich fleißig gemalert und gefliest.
20.11.2007
Vor- und Rücklauf für die Wärmepumpe werden vom Schacht aus über den Graben ins Haus verlegt, dort sollen sie an die Wärmepumpe angeschlossen werden. Anschließend wird der gesamte Kreislauf abgedrückt, d.h. über eine Pumpe und Zuhilfenahme von Wasser wird sämtliche Luft aus dem Solekreislauf entfernt. Danach werden fast 400 Liter des Wärmeträgermediums Tyfocor, das ist eine hellgrüne Flüssigkeit auf Basis von Ethylenglycol, in den Solekreislauf gepumpt. Dabei zirkulieren Vor- und Rücklauf, es wird gleichzeitig genauso viel Trägermedium angesaugt wie gleichzeitig abgelassen, um auch hier sämtliche Lufteinschlüsse aus dem Kreislauf zu entfernen.
14 Meter Graben werden wieder verfüllt und der Konus des Schachtes geschlossen, die Männer aus dem Erzgebirge haben prima Arbeit geleistet.
22.11.2007
Die Heizungsmonteure schließen Vor- und Rücklauf der Soleleitungen an die Wärmepumpe an und geben einen Druck von 2 bar auf den Kreislauf. Der Druck wird gehalten und wir können somit davon ausgehen, dass es keine undichten Stellen im System gibt. Im Gesamtergebnis sieht die Installation im HAR recht ordentlich und aufgeräumt aus.
Bade- und Duschwanne werden eingebaut, ebenfalls das Wand-WC im Bad.
Ein Monteur bringt die Absturzsicherung am bodentiefen Fenster im Schlafzimmer an, verzinkter Rundstahl, knapp 1 Meter hoch und befestigt im Außenmauerwerk mit 4 Dübeln/Spezialkleber und Schrauben.
26.11.2007
2 Monteure bauen die original Türfüllung unserer Hauseingangstür ein.
01.12.2007
Montage und Verdrahtung des Zählerschrankes sowie Elektroarbeiten (Schalter, Steckdosen, Raumregler,Türsprech- und Alarmanlage).
04.12.2007
Die Wärmepumpe wird vom Baustrom getrennt. Der E-Monteur erledigt die Anschlussarbeiten an der Wärmepumpe, den Heizkreisverteilern (Stellmotoren) und Raumthermostaten. Außerdem werden sonstige Restarbeiten, wie bspw. Außenfühler anbringen, Wechselsprechanlage und Sat-Dosen installieren beendet. Ein Monteur im Auftrag des Netzbetreibers baut 2 Zähler und ein Tarifschaltgerät ein, ein Zähler agiert davon separat nur für die Wärmepumpe. Die komplette Elektroinstallation wird durchgeprüft und freigegeben. Die restlichen 5 Tage der Estrichtrocknung hat sich die Elektronik der Wärmepumpe 'gemerkt' und setzt den Programmablauf nun automatisch fort, ab sofort über die Tarifierung für Wärmepumpen. Der Baustrom ist Geschichte.
06.12.2007
2 Monteure bauen die Innentreppe ein, montieren Steig- und Brüstungsgeländer sowie die Verschalung des Treppenauges.
08.12.2007
Die Estrichtrocknung ist vorbei.Das Badezimmer ist nun komplett gefliest. In Eigenleistung wird in einem Kinderzimmer und dem Schlafzimmer Laminat verlegt, vorher kommen noch eine PE-Folie und Trittschalldämmung auf den Estrich, denn der ist erst in 2 Jahren komplett ausgetrocknet und die momentane Restfeuchte soll ja nicht in das Laminat eindringen.
12.12.2007
Eine Mitarbeiterin des Bauamtes begeht unser Haus und überprüft im Rahmen der Endabnahme diverse bauliche Gegebenheiten, welche vor Baufreigabe vereinbart worden sind: alles paletti!
Der Sanitärklempner montiert im Bad bzw. HAR den Wandheizkörper, Waschtisch- und Waschmaschinenanschluss sowie den Siphon. Der Heizungsbauer schließt die Stellmotoren an die Ventile der Heizkreise an und stellt die Wärmepumpe auf Solebetrieb, der E-Heizstab wird abgeschalten.
18.12.2007
Endlich ist es so weit, der Einzug ins neue Heim steht an. Wir haben dazu eine Möbelspedition beauftragt.
20.12.2007
Eine Leipziger Firma montiert die am Vortag angelieferten
acht Innentüren, lediglich eine 2-flügelige Tür für Flur/Wohnzimmer wird eine Extra-Anfertigung und wird deshalb später geliefert und eingebaut. Wir hatten uns in puncto Innentüren neu orientieren müssen, auch hinsichtlich Anbieter. Das Angebot des ehemaligen Subunternehmens von DZ aus Pößneck konnte den Zuschlag leider nicht von uns erhalten.
Wir entschieden uns für weiß lackierte Stiltüren nebst Zargen von Westag & Getalit, dazu abgerundete Kanten, tiefgezogene Profilierung, Karniesbogen und Vollspanplatte, auf letztere empfehle ich beim Kauf zu achten.
Unser Hark-Kaminofen wird angeliefert, 2 Holzpaletten mit Ofenkorpus, Kacheln, Rauchrohr und Aufbauanleitung auf DVD. Das Gesamtgewicht beträgt 270 kg und zum Glück hatten wir die Monteure da. Für die Einbringung des Rauchrohrstutzens besorgen wir uns Schamottemörtel und lassen den Bezirksschornsteinfegermeister den Rauchrohranschluss abnehmen, alles paletti!
Der weitere Aufbau ist dann dank Anleitung denkbar einfach.
Unser Rohbauer hatte auch beim Kamineinzug sehr gut gearbeitet, die Höhe des Kaminanschlusses war korrekt und das Rauchrohr passte perfekt, auch hatten wir uns für einen Anschluss des Kaminofens von hinten entschieden, ein Rauchrohranschluss oberhalb ist halt Geschmacksache. Der Kaminofen könnte übrigens mit einer Leistung von 7 KW das gesamte Haus heizen, vorausgesetzt, der Holzvorrat stimmt:-).
04.02.2008
Gäste-WC und Badezimmer sind nun ebenfalls fertiggestellt, die Fliesenarbeiten sind beendet. Flur, Küche, Wohnzimmer sind komplett diagonal, Gäste-WC, Bad im Viertelverband und das Arbeitszimmer sowie HAR gerade gefliest. Bei diagonaler Verlegung fällt natürlich jede Menge Verschnitt an, sieht aber im Endeffekt optisch besser aus, ist somit reine Geschmacksache.
Hier noch ein paar Tipps: Wer in Eigenleistung tapeziert bzw. malert: Nach der Estrichtrocknung werden Wände und Böden mit Tiefengrund (möglichst lösemittelfrei) grundiert, damit Tapetenleim, Farbe und Fliesenkleber ein besseres Haftungsvermögen bekommen. Bei Laminatverlegung braucht man selbstverständlich nicht grundieren.
Im Badezimmer sollte man unbedingt vor Beginn der Fliesenarbeiten auf eine korrekte Abdichtung im Dusch- und Wannenbereich an Wand und Boden achten, ein vorheriger Sperranstrich sowie Dichtband vor allen in den Ecken sind lt. Fliesenfachhandwerk vorgeschrieben.
Vor dem Verfugen der Fliesen und Sockelleisten sollte man alle erforderlichen Silikonfugen auftragen (lassen), dies ergibt am Ende ein sauberes Gesamtbild an den Wandanschlüssen. Bei Fußbodenheizung sollte der Fliesenkleber auch für selbige ausgelegt sein, sog. Flexkleber wäre hier zum empfehlen. Vor dem Silikonisieren am Badewannenbereich lassen Sie vorher Wasser ein, somit setzt sich der Wannenkörper und die anschließend aufzubringende Fuge hält auch, reißt also nicht nach dem ersten Wannenbad ein. Die Wandschräge im Badezimmer haben wir mit Putz abreiben lassen und anschließend gestrichen.
Rauchmelder haben wir auch noch in jedem Raum installiert, ausgenommen wurden Bad und Küche, weil die hier auftetende Feuchte eher zu Fehlalarmen führen würde. Wer die Montage in Eigenregie unternimmt, dem empfehle ich, sich vorher auf jeden Fall über die fachgerechte Platzierung zu informieren.
14.02.2008
Heute waren noch einmal die Vermesser da und haben für das Katasteramt unser Haus eingemessen, denn die Einmessung eines neu erbauten oder in seiner Grundfläche veränderten Gebäudes ist gesetzliche Pflicht, die dem Eigentümer obliegt.
26.03.2008
Unsere Sonderanfertigung der 2-flügeligen Stiltür (1,50m breit) zwischen Flur und Wohnzimmer wird geliefert und montiert.
28.03.2008
Fertigstellung des Spitzbodens. Verlegt wurden ca. 25 m² OSB-Platten, 22mm stark. Da wir ja keinen Keller haben, sind wir auf den Speicher als Lagerstätte angewiesen. Eine Alternative zu OSB-Platten wäre bspw. Rauhspund, über Vor- und Nachteile kann man verschiedener Auffassung sein, überlasse ich also jedem selbst. Ich fand die Verarbeitung und Verlegung der OSB-Platten sehr ansprechend.
Tipp: Eine zusätzliche Dämmung und Verkleidung der Sparrenebene im Spitzboden (Dachschrägen) ist energetisch nur sinnvoll, wenn selbiger als Wohnraum genutzt werden soll. Ansonsten reichen Dämmung und Holzbelag der Kehlbalkenebene vollkommen aus.
Als Absturzsicherung innerhalb der Öffnung der Bodenluke habe ich einfach eine mit 3 Scharnieren versehene 'Anti-Falltür' angepasst und eingebaut, sie liegt rundherum auf dem Holzbelag auf und ist ebenfalls aus 22mm starker OSB-Platte, hält also genug Last aus. Meiner Meinung nach ist diese Lösung weitaus sicherer als ein Geländer, das auf einer Seite auch nur offen bleiben müsste, statisch ziemlich aufwendig auf dem Holzbelag zu befestigen ist und im Endeffekt auch nicht wirklich sicher wäre. Betritt man den Spitzboden, wird einfach die Bodenluke geschlossen und man fühlt sich sicher. Wer sich jetzt fragt: 'Warum das Ganze?': die LBO schreibt das bei uns vor, die Bodenluke muss gesichert sein.
Vielleicht noch ein kleiner Tipp zur eigentlichen Bodenluke: lediglich eine doppelte bzw. verstärkte Faserplatte soll hier auf ca. 60x120 cm einen Wärmeverlust verhindern. Das kann man getrost vergessen, der Durchlass ist hier ziemlich hoch, die Wärmebrücke also offensichtlich. Abhilfe kann hier etwas Geschick schaffen, indem man sich bspw. mit Styropor innenseitig die Luke zusätzlich und wirksam dämmt- einfach Styropor hinter die Trittstufen klemmen und befestigen, nur nicht zu dick, denn sonst fehlt anschließend genügend Freiraum hinter den Trittstufen und ein sicheres Auftreten auf selbige wäre nicht mehr gewährleistet. Das Styropor habe ich mit Montageschaum befestigt, hält einwandfrei. Auch die Lippendichtungen sollten in Ordnung sein, hier zieht es gerne und dann besteht bei Erreichen des Taupunktes Kondenswasser und somit Schimmelgefahr.
31.03.2008
Ein von uns beauftragter Dachdeckermeister montiert uns noch einen sog. Napoleonhut (1 mm starker VA-Stahl). Auf Anraten unseres Schornsteinfegemeisters sollte das Rauchendrohr (immerhin 17 cm Durchmesser) unbedingt noch eine Abdeckung erhalten, da sonst u. U. bei Regen und starker Windunterstützung (Letzteres haben wir bei uns öfters, da frei stehendes Haus) zu viel Wasser in den Kaminzug eindringen kann. Der Kondensatablauf am Fuß des Kaminzugs ist zwar vorhanden, wurde aber damals nicht angeschlossen. Da aber bei Kaminholzverbrennung sowieso hohe Abgastemperaturen entstehen, fällt wenig Kondensat an, bei Gasheizung dagegen können es einige Liter am Tag sein.
Darüber hinaus kann Regenwasser nie vollständig vor dem Eindringen in den Kaminzug gehindert werden, aber wir denken, das die Abdeckung dennoch einen nicht unwesentlichen Teil Regenwasser abhalten wird. Auch gehen hier die Meinungen auseinander, gar mancher findet solch ein Teil völlig überflüssig. Hier bleibt dann aber immer noch die mehr oder weniger ansprechende Optik ;-).
13.05.2008
Inbetriebnahme unseres Brunnens.
Zugegebenermaßen habe ich eine Weile hantiert, bis das ersehnte Nass aus fast 6 Metern Tiefe nach oben befördert wurde. 
15.09.2008 Erstellung der Außenanlagen
Vorweg: Die letzte und immerhin seit Einzug in unser Haus zeitlich 9 Monate nachgelagerte Hürde, beinhaltet die Gestaltung unseres Außenbereiches.
Dazu gehören:
-das Verlegen der Anschlussrohre für Regenentwässerung nebst Zisterneneinbau (Eigenleistuung)
-das Anfüllen des Sockelbereiches unseres Hauses mit ca. 180 Tonnen Betonrecycling und anschließender Erdauffüllung für Rasen und diverse Bepflanzung
-die Errichtung eines Traufstreifens rings ums Haus (Spritzschutz)
-Errichtung einer Terrasse von 20m², diversen Zugehwegen sowie Einfassungs- und Pflasterarbeiten
-Errichtung der Hauseingangstreppe sowie Treppe für Terrassenauf- und abgang
-Diverse Geländeeinebnungen und Erdaufschüttungen
Durch die Aushübe der Sohle unseres Hausfundaments sowie der bauanfangs errichteten Baustraße, haben wir noch ca. 45 Tonnen Muttererde vor Ort gelagert, welche wir mit verwenden.
Nachdem heute begonnen wurde rings ums Haus ein entsprechend breites und zu verdichtendes Planum zu erstellen, haben wir mit dem Verlegen der Regenentwässerungsrohre begonnen. Zuerst wurde aber im Sockelbereich eine Nockenbahn angebracht, um die Reibungszustände zwischen der Perimeterdämmung und der Aufschüttung aus Betonreycling zu dämpfen.
Hinweis zur Regenwasser-Entwässerung: Bei schlüsselfertigen Hausanbietern und deren meist standardisierten Bau- und Leistungsbeschreibungen, kann oder wird es i. d. R. vorkommen, dass die Bauherren die eigentliche Verlegung der Entwässerungsrohre ins Erdreich (KG-Rohre) meist selbst vornehmen, was durchaus mit handwerklichem Geschick machbar ist. Es sollte an ordentliches Einsanden und ein Gefälle gedacht werden, hier ist 1cm/m wie bei einer Schmutzawasserleitung ausreichend. Kostenersparnis bei uns, ca. 20 Metern KG-Rohr nebst Formteilen anbinden und einsanden, 400,-€.
Wer wie wir Fall- und Regenstandrohre der Firma LORO (letztere Durchmesser exakt 102mm) installiert bekommt, sollte beachten, dass man zur Anbindung von 110er oder 125 KG-Rohren gewisse Übergangsstücke (LORO-X) benötigt, weil die ganze Geschichte sonst nicht dicht abschließt. Die Übergangsstücke muss man sich im Baustoffhandel besorgen oder vielleicht gleich den Dachdecker/Spengler auf der Baustelle fragen, ob er solche Teile beschaffen kann.
Darüber hinaus kann man noch zu sog. ''Laubstopp'' für die Dachrinnen raten, hier aber vielleicht nicht die zum bloßen Hineinlegen sondern jene mit Clipbesfestigung. Wer sich diese Mühe sparen will, sollte dann aber auf jeden Fall auf beiden Traufseiten jeweils ein Standrohr mir Reinigungsöffnung installieren lassen. Im Fall der Fälle muss evtl. irgendwann einmal das eine oder andere Standrohr mit der Spirale gereinigt werden.
Es gibt noch andere Möglichkeiten, hier fragen Sie aber bitte Ihren Fachmann des Vertrauens ;-).
16.09.2008
Heute wurde das Planum nach und nach erhöht, die Aufschüttungen, besonders die Terrasse (Bild 3/3), sind jetzt schon gut zu erkennen. Das Verlegen und Einsanden der restlichen KG-Rohrstrecke am Haus haben wir ebenfalls hinter uns gebracht.
17.09.2008
Heute wurden noch zwei Pflasterer hinzugeholt, so dass es zu fünft ordentlich voranging. Die Aufschüttungen am Haus mit Betonrecycling sind nun fast beendet. Mit dem Setzen der Borden für den Traufstreifen sowie für die Einfassungen der Zugehwege zur Terrasse wurde begonnen. Die Regenentwässerung in Richtung Zisterne wurde ebenfalls verlängert und eingesandet.
18.09.2008
Die Aufschüttungen sind heute fertig geworden. Weiterhin wurden jede Menge Borden für Traufstreifen, Terrasse und Wegeinfassungen gesetzt. Auch wurden an den bodentiefen Fenstern Blockstufen gesetzt.
Die Zisterne, Ausführung als Flachspeicher, herausziehbarer Domschacht, 3500 Liter Fassungsvolumen, Modell 'Twinbloc' vom Hersteller ROTH Umwelttechnik, wurde ebenfalls geliefert. Wer einen relativ hohen Grundwasserspiegel hat, dem kann dieser Flachspeicher als eine Alternative gegenüber herkömmlichen Zisternen empfohlen werden, max. notwendige Aushubtiefe 1,30 Meter (ca. 20cm Sandsohle schon berücksichtigt)! Natürlich gibt es auch noch andere Hersteller dieser Technik.
19.09.2008
Die Verlegung der Borden wurde heute abgeschlossen. Auf die verdichteten Oberflächen von Traufstreifen, Gehweg und Terrasse wurde eine 25cm starke Feinschotter-Schicht aus Porphyr aufgebracht und verdichtet. Mit der Erdaufüllung rings ums Haus und Terrasse wurde begonnen.
Die 40 m² Pflastersteine, 'Klimapor-Rechteck', Hersteller EHL AG, für Gehwege und Terrasse wurden geliefert.
22.09.2008
Es wir mit dem Verlegen des Gehweg- und Terrassenbelages begonnen, auch werden die Gruben für die Zisterne (10cm³) und den Versicherungsschacht (3,8m³) ausgehoben.
Nachdem eine plane Sandsohle erstellt worden ist, wurde die Zisterne in die Grube eingelassen. Das Verlegen von Zu- und Überlauf sowie Verdichten mit Sand geschieht in Eigenleistung.
Weiterhin werden größere Mengen Mutterboden im Gelände angedeckt.
23.09.2008
Die bereits gepflasterten Abschnitte der Gehwege und Terrasse werden mit Sand, welcher eingekehrt werden soll, bedeckt. Nun regnet es aber und diese Arbeiten müssen erst einmal ruhen.
Dafür werden die Blockstufen, Hersteller EHL AG, für Hauseingang und Terrassenaufgang geliefert. Sogleich werden auch schon die ersten Stufen gesetzt und noch ein paar Meter Borde verlegt.
24.09.2008
Die Arbeiten an der Zisterne dauern an, es ist bereits der zweite fast komplett verregnete Tag, Erdbewegungen sind unmöglich, deshalb war heute auch seitens Baufirma auf unserer Baustelle Ruhetag.
25.09.2008
Nach der kurzzeitigen Regenwetter-Periode ging es heute weiter, die Zisterne wurde ringsum mit Sand und Erde geschlossen und verdichtet, der 7 Meter lange Graben mit dem eingesandeten Überlaufrohr verfüllt. Grobschotter für den Versickerungsschacht wurde geliefert und mit einem Vlies in selbigen eingebracht.
Die Blockstufen für den Terrassenaufgang wurden ebenfalls gesetzt.
Des Weiteren wurden alle bauseitig offenen Bauflächen wieder vollständig mit Erde eingeebnet und warten nun nur noch auf die Aussaat des Rasens, sämtliche Böschungen rings ums Haus sind jetzt ebenfalls mit Erde angedeckt und werden nach und nach bepflanzt. In die Traufstreifen wurde Rollkies eingebracht.
26.09.2008
Der hauseingangsseitige Gehweg sowie Treppenaufgang sind heute fertiggestellt worden. Auch ein gepflasterter Stellplatz für die Restmülltonne usw. wurde angelegt. Die vorhandene Erde wurde vollständig angedeckt und ist somit aufgebraucht, wir werden allerdings noch ein paar Tonnen zusätzlich anliefern lassen müssen. Weiterhin wurden auf den Verteilerschacht für Vor- und Rücklauf der Wärmepumpe zwei Ausgleichsringe aufgemörtelt, der Übergabeschacht für das Schmutzwasser wurde ebenfalls bis auf Geländeoberkante angepasst.
Am Nachmittag stießen wir dann unter unserer Rotdornhecke noch auf einen Stacheligel, ganze 220 Gramm 'schwer', offensichtlich verwaist und zum Glück unverletzt, wir werden ihn morgen beim Tierarzt abgeben und dort wird er an einen tierlieben Rentner vermittelt, der ihn 'aufpäppelt'.
29.09.2008
Die Blockstufen am Hauseingang wurden verfugt, die gelieferten 12 Tonnen Erde noch angedeckt, weiterhin das komplette Pflaster bzw. die Fugen einmal eingesandet, das Pflaster wieder gesäubert und anschließend eingerüttelt, danach wieder mit reichlich Sand eingedeckt, der nach und nach die Fugen komplett füllen wird.
Die Arbeiten sind damit beendet und die Baustelle geräumt.
Nun steht noch das Ausbringen des Herbstrasens an, den Boden habe ich erst einmal mittels Streuwagen und Magnesiumkalk behandelt, der Regen hat selbigen dann auch gänzlich in den Boden gebracht. An der Gartenlaube habe ich noch ein paar wilde Weinreben gepflanzt, mal sehen wie sie gedeihen.
09.10.2008
Heute wurden die vorderen Flächen sauber eingeebnet, d. h. sämtliche Steine sowie Erdklumpen wurden entfernt und mit dem Rechen die Flächen geglättet. Dann wurde eine spezielle Herbstrasen-Mischung ausgesät, welche bis zum Gedeihen des Rasens immer feucht gehalten werden muss.
14.10.2008
-Anlieferung unseres Zaunes (25 Meter feuerverzinkter Doppelstab-Mattenzaun, schwere Ausführung, 2,03 Meter hoch). Dazu 11 feuerverzinkte Pfosten von 2,80m Länge, welche ich gleich unterhalb mit Bitumen-Kaltanstrich versehen habe
-Anlieferung von 200 Bodendeckern für die Böschungen rings ums Haus (100 Stück Teppichmispeln (Cotaneaster) sowie 100 Stück Vinca (Immergrün)
15.10.2008
Heute haben wir 50 Teppichmispeln auf die straßenseitige Böschung gepflanzt.
Mit dem Zaun wurde ebenfalls begonnen, ich habe mir für die Punktfundamente reichlich Estrich-Beton und einen elektrischen Handmischer zugelegt, der erste Pfosten steht bereits, knapp 80cm tief inkl. einer kleinen Kies-Sohle als Drainage.
30.10.2008
Da unsere Bodendecker nicht ganz gereicht haben, wurden noch einmal 75 Stück nachbestellt. Auch einige Obstgehölze wollen wir noch einpflanzen. Im Moment hindert das Wetter an der Fertigstellung des Zaunes.
06.11.2008
Der Zaun wurde heute fertiggestellt. Weiterhin wurden noch die nachbestellten Bodendecker, diverse Obstbäume und Sträucher (Sauer-/Süßkirsche, 2 Apfelbäume, Hauspflaume, Stachelbeere, Heidelbeere, Rote und Schwarze Johannisbeere) sowie eine Lorbeerkirsche und 2 Beetrosen eingepflanzt.
21.11.2008
Alle guten Dinge sind drei, aber so ist das nun einmal bei eher sporadischen Pflanzerfahrungen :-). Die dritte Bestellung beim Planzen-Shop enthielt 30 Pflanzen sog. ''Immergrünes Geißblatt'' (Kletterpflanze), welche noch kurz vor Wintereinbruch an den neu gesetzten Zaun gepflanzt wurden sowie 20 Pflanzen Lorbeerkirsche, einer ebenfalls winterharten und immergrünen Sorte, welche dann anderorts ein paar Meter Grundstücksgrenze weniger einsehbar gestalten sollen.
Viele Möglichkeiten einen Gittermattenzaun beranken bzw. bewachsen zu lassen gibt es nicht, besonders wenn man Wert darauf legt, das nicht jedes Jahrs aufs Neue zu tun und sich deshalb für eine 'immergrüne Wand' entscheiden wird, welche zudem dann auch halbwegs schnitttechnisch in Schach zu halten ist.
Abzuraten sei an dieser Stelle von solcherlei Klettersträuchern bei Maschendrahtzäunen, da bspw. das Geißblatt doch relativ schwer wird. Hier dann vielleicht doch lieber Thujen o. ä. setzen.
26.11.2008
Nachdem der Frost erst einmal zurückgegangen ist, habe ich heute die 20 Lorbeerkirschen gesetzt.
21.04.2009
Der Winter hat auch bei uns einige Spuren hinterlassen, unser Kirschlorbeer ist regelrecht verdurstet, da nützt Winterhärte recht wenig, der Boden war einfach zu lange gefroren und Pflanzen brauchen bekanntlich ja auch im Winter ab und an Wasser :-(. Aber man gibt ja als Hobbygärtner die Hoffnung nicht auf und rettet, was zu retten ist. So haben wir alle Pflanzen rigoros auf 10 cm zurückgeschnitten und siehe da- sie treiben inzwischen alle neu aus. Kirschlorbeer wächst ja glücklicherweise relativ schnell.
Darüber hinaus haben wir in den letzten Tagen noch einiges an unserer Außenanlage ergänzt. Neben der Verteilung von reichlich 10 m³ Rindenmulch (bei uns entsprachen diese 4,62 t), den wir rings ums Haus angedeckt und auf einige andere Abschnitte im Außenbereich verteilt haben, wurden noch 90 Pflanzen Ovalblättriger Liguster gesetzt, sie sollen später terrassenseitig als Windschutz-Hecke und im Eingangsbereich einfach als optischer Blickfang dienen. Liguster wächst gegenüber Buxbaum weitaus schneller, es empfiehlt sich für eine blickdichte Hecke von ca. 1,20 Meter bis 1,50 Meter Höhe ca. 4-5 Pflanzen pro lfm zu setzen. Beim Rindenmulch sollte man eine Mindeststärke von 7-8 cm andecken, nach Möglichkeit auch mehr. Somit sind zumindenstens annähernd die Unkräuter (Wildkräuter) in Schach zu halten ;-). Zwei Sträucher Sommerflieder, eine Harlekin- sowie Korkenzieherweide haben wir ebenfalls noch gepflanzt. Vielleicht noch an diejenigen, die es einfach interessiert oder für die eine Entscheidung zu einer Wärmepumpenanlage noch aussteht bzw. beim Hausbau von Interesse wäre: Wir haben in den letzten 12 Monaten über die Wärmepumpe 3823 kWh verbraucht, die Gesamtkosten für Fußbodenheizung und Warmwasseraufheizung beliefen sich auf 673 Euro brutto, inkl. mtl. Mess- und Schaltpreis. Alles unter Berücksichtigung von Permanentbetrieb, also ohne Nachtabsenkung. 



21.09.2009
Im Frontbereich unseres Grundstücks ist der alte Holzzaun nun einem neuen gewichen. 10 Meter lang, 1,50 Meter hoch.Disclaimer: Der Autor übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Autor, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen, sofern seitens des Autors kein nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden vorliegt.
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